Lars Fritzsche avanciert zum besten deutschen Trampolinturner

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Die vergangenen drei Wochen waren richtungsweisend für die weltweite Trampolin-Elite auf dem Weg zur WM und den Olympischen Spielen 2020. Bei zwei World Cups in Russland (19.-21.09.) und Spanien (03.-05.10.) wurden zum Einen wichtige Punkte für die Olympiaqualifikation gesammelt. Zum Anderen wurden beide Wettkämpfe zur Standortbestimmung und Test für die Ende November stattfindenden Weltmeisterschaften in Tokio genutzt.

Entsprechend stark war das Teilnehmerfeld und auch die Qualität der gezeigten Übungen. Das männliche deutsche Quartett mit dem Salzgitteraner Lars Fritzsche präsentierte sich dabei recht stabil und konnte in der Breite mit den gezeigten Leistungen zufrieden sein. Insbesondere Fritzsche zeigte nach einigen Unsicherheiten im Frühjahr deutlich ansteigende Form und avancierte in beiden Wettkämpfen zum besten deutschen Turner. Sowohl in Russland (Platz 28.), als auch in Spanien (Platz 29) lag er mit seinen 108,230 bzw. 107,915 unter den besten dreißig von 70 bzw. 93 Startern und konnte wichtige Punkte im World Cup Ranking sammeln. Ausschlaggebend war dabei die stabil und souverän vorgetragene Kürübung. Insbesondere in Spanien war seine Landestrainerin Katarina Prokesova mit der gezeigten Übung hoch zufrieden. „Lars konnte endlich sein Potential abrufen und eine stabile und nahezu fehlerfreie Übung aufs Tuch bringen.“ Dazu trug sicher auch bei, daß Prokesova derzeit die DTB-Delegation als mitverantwortliche Trainerin bei allen Maßnahmen begleitet und Fritzsche punktgenau vorbereiten konnte. Luft nach oben hat dagegen die Pflichtübung. „Hier bin ich einfach nicht in die Übung reingekommen und habe die Sprünge verwandert“ merkt Fritzsche selbstkritisch an. Soll heißen, daß er seine Sprünge nicht in der Tuchmitte und in voller Höhe austurnen konnte, sondern über das Tuch „wanderte“, was neben Höhenverlust auch Haltungsfehler nach sich zog. Hier sieht auch Prokesova Verbessungspotential, was es bis zur WM auszuschöpfen gilt.

Nach den Senioren zeigten auch die Junioren ansprechende Leistungen und wurden dafür sogar mit Medaillen belohnt. Aus Niedersachsen war die 18jährigen Carlotta Amedick vom TSV Ganderkesee am Start und überzeugte mit 50,5 Punkten im Finale, die ihr einen hervorragenden 2. Platz bescherten. Ein tolles Ergebnis resümierte auch Prokesova, die bis zu Amedick's großem Ziel, den World Age Group Competitions in Tokio Anfang Dezember (im Anschluss an die WM), noch eine Steigerung auf 51,00 Punkte sieht. „Mit diesem Wert hätte Amedick gute Chancen auf eine Finalteilnahme“ gibt sie das klare Ziel aus.

Als dritter Niedersachse gehörte Markus Todzi als Kampfrichter zur DTB-Delegation und konnte aus dieser Position heraus dem Team wertvolle Tipps mit in die weitere Vorbereitung geben.

 

Foto: Markus Todzi (ganz rechts), Lars Fritzsche (obere Reihe, vierter von links), Katarina Prokesova (untere Reihe, ganz rechts)

 

 

 

 

 

Autor: Carsten Röhrbein

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