Feuerwerk der Turnkunst Premiere: OPUS – eine emotionale Achterbahnfahrt durch Raum und Zeit

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Graue Straßen, große Industriehallen und Kleidung in gedeckten Farben – das sollen die 1920er Jahre sein? Nicht ganz! Wie bunt und schillernd die Zeit der 20er bis 60er Jahre tatsächlich sein konnte, stellte die Premiere der OPUS Tournee 2020 eindrucksvoll unter Beweis. Rund 6.000 Zuschauer ließen sich am 28. Dezember 2019 vom Auftakt der 33. Auflage des „Feuerwerk der Turnkunst“ in der ausverkauften Großen EWE ARENA in Oldenburg restlos begeistern und honorierten die grandiosen Darbietungen des Ensembles mit Standing Ovations.

Doch bis es soweit war, wurde das Publikum mitgenommen auf eine außergewöhnliche Reise durch unterschiedlichste Zeiten und Welten. Die sprachlich-musikalische Vielfalt der Band „Red Sox Peppers“ begleitet zum ersten Mal ein Feuerwerk der Turnkunst live vom ersten bis zum letzten Akkord mit von Rick Jurthe komponierten Songs. Aber auch die flotten Tanzeinlagen und die innovative Akrobatik des Feuerwerk der Turnkunst Showteams in ihren wunderschönen Kostümen im Vintage-Stil geben diesem Kunstwerk einen besonderen Rahmen. Selbst ein fröhlicher Spaziergang im Regen verleiht dem eigentlich so düster anmutenden Ambiente der 1920er Jahre eine erfrischende Leichtigkeit und Unbeschwertheit.

OPUS ist eine Show, die Gegensätze miteinander vereint. Mit einem Paukenschlag reißen die dänischen Tumbler Face Off & Crew mit ihren schwindelerregenden Salti und Überschlägen bereits früh in der Show die Zuschauer von den Sitzen. Ebenso ihren Platz findet die romantisch anmutende und zugleich dynamisch und kraftvoll präsentierte Geschichte des Duo Air Skating. Die spektakulären Barren- und Seitpferd-Nummern der Weltklasse-Gerätturner Oleg und Eduard werden durch ein industrielles Ambiente untermalt. Diese Stahlarbeiter-Atmosphäre steht dabei im Kontrast zu den zarten Geigenklängen von Ruth Kemna, die ihr silbrig-glänzendes Outfit perfekt mit roten Lackschuhen ergänzt. Überhaupt blitzt während der zweieinhalbstündigen Show immer wieder im Wortsinn der rote Faden auf.

Doch nicht nur das. Bei OPUS treffen auch die unterschiedlichsten Kulturen aufeinander und entführen in ihre einzigartige Welt. Fast schon martialisch kommen dabei Rolling Wheel aus Ungarn mit einer nie gesehenen Rhönrad-Darbietung daher, kombinieren Kraft und Eleganz mit unerwarteten artistischen Einlagen. Die Mongolian Nomads rauben dem Zuschauer den Atem, wenn sie in ihren landestypischen Kostümen zu ebenso landestypischen Klängen Menschen zu Türmen bis unter das Hallendach stapeln. Und Avatar präsentieren anmutige Körperkunst aus einer anderen Welt, die eigentlich unmöglich scheint. Eine emotionale Achterbahnfahrt!

OPUS ist in jeder Hinsicht ein künstlerisches Gesamtkunstwerk, das Einblicke in zahllose kleine Geschichten und Erzählungen bietet. So wie die funkensprühenden Zahnräder auf den LED-Banden greift auf der Bühne alles ineinander. Sogar das Auf- und Abbauteam fügt sich im Vintage-Stil gekleidet perfekt in den Reigen des Ensembles ein. Und so verschmilzt selbst das Publikum auf emotionale Weise mit dieser unnachahmlichen Show.

Infos und Tickets:

www.feuerwerkderturnkunst.de

Foto: Avatar

Copyright: minkusimages/TSF GmbH

 

 

 

Autor: Heike Werner

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