Medaillen für Birte Friedrichs und Ole Hennseler bei DM Mitteldistanz

Das erste große Saison-Highlight wartete am Wochenende 8.-10. Mai in Kassel auf die die deutschen Orientierungsläufer. Nach dem Prolog DPT-Sprint am Freitagabend, für den der SC Helsa das Quartier Marbachshöhe kartiert und schnelle Bahnen gelegt hatte, ging es am Samstag um die ersten DM-Medaillen. Dazu wartete der OSC Kassel im Habichtswald mit einem anspruchsvollem Gelände auf, das alles bot, was man für eine Mitteldistanz erwartet. Manchem wird das steile Gelände mit steinigem Untergrund und wechselnder Belaufbarkeit noch von den Bundesranglistenläufen 2023 in Erinnerung sein, wo der Wald von Süden her belaufen wurde.
In der Herren-Elite setzte sich Nationalmannschaftsläufer Ole Hennseler vom MTV Seesen in 36:55min klar gegen Marek Pompe (SV Robotron Dresden, 37:49) und Toby Scott (OLV Steinberg, 40:20) durch. Außerdem verwies er sogar noch den belgischen Sprint-WM Bronzemedaillengewinner von 2023 Yannick Michels auf Platz zwei (37:46), der eigens angereist war, um Punkte für die Weltrangliste zu sammeln.
Deutlicher ging es in der Damen-Elite zu, wo sich Ellen Klüser vom USV Dresden in 31:44 mit deutlichem Vorsprung die Goldmedaille sicherte vor Altmeisterin Susen Lösch (USV Jena, 34:43) und Birte Friedrichs (MTV Seesen, 35:57).
Aus niedersächsischer Sicht gibt es darüber hinaus vier weitere Goldmedaillen zu vermelden für Joachim Stamer (H50, SV Hildesia Diekholzen), Rolf Breckle (H55, SV Bovenden), Ivana Knaupova (D45, Braunschweiger MTV) und Birgitt Michel (D80, TV Jahn Wolfsburg). Silber gewann zusätzlich Tillmann Thomas Tröße vom Braunschweiger MTV in H12, während Jule Weigert (D18, TV Jahn Wolfsburg), Liisa Rihko-Struckmann (D60), Antje Sobczak, (D70), Udo Sobczak (H70, alle Braunschweiger MTV), Aato Heikkilä (H10), Constantin Jakob Freudenfeld (H16, beide TSV Worpswede), Erik Bruns (H14) und Dieter Conrad (H80, beide MTK Bad Harzburg) sowie Irmela Bergt (D75, TSV Fischerhude) fleißig Bronzemedaillen nach Niedersachsen entführten.
Den Abschluss des gelungenen OL-Wochenendes bildete ein Sprint-Bundesranglistenlauf im und um das Parkstadion in Kassel Baunatal, wo ebenfalls neben Bundesranglistenpunkten auch Weltranglistenpunkte ausgelaufen wurden. Auch hier hatte der OSC Kassel mit engen Gassen im Anfangsteil der Bahnen sowie schönen Routenwahlen und zwei künstlichen Labyrinths im letzten Drittel des Rennens alle Register gezogen. Es revanchierte sich Sprintspezialist Yannick Michels mit einem Sieg in der Herrenhauptklasse und verwies Ole Hennseler auf Rang sieben. In der Damen-Elite ging es deutlich enger zu, so dass zwar Ellen Klüser erneut gewann, Birte Friedrichs mit nur 19s Rückstand aber „nur“ auf Rang 5 kam, sich jedoch dank des knappen Ergebnisses über gute BRL- und WRE-Punkte freuen konnte.

Jens Struckmann

Offizielle Kooperationspartner des NTB

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