LM Sprint in Hannover Vahrenheide

Eine Woche nach den Deutschen Meisterschaften konnten die niedersächsischen Orientierungsläufer ihr Können bei der Landesmeisterschaft erneut unter Beweis stellen bzw. Wiedergutmachung für verpasste DM Medaillen betreiben. Ergänzend ging es über zwei Etappen auch noch um Punkte für die Deutsche Parktour. Der TK Hannover hatte dazu nach Hannover Vahrenheide geladen und in der dortigen IGS mit Unterstützung von Jörg Kleinholz-Mewes ein bestens geeignetes WKZ gefunden. Offene Wohnblockbebauung mit tückischen Zäunen und Hecken als Hindernissen bei der Routenwahl erforderten hohes Lauftempo, aber auch permanente Kartenkontrolle.

Der Sieg in der D19 ging souverän an die frisch gebackene deutsche Meisterin Birte Friedrichs vom MTV Seesen (29:48), die mit deutlichem Vorsprung vor Lea Reppnow (OLV Uslar, 38:38) und Pia Buchholz (MTK Bad Harzburg, 38:48) gewann.

Dass der MTV Seesen die H19 auch ohne Ole Hennseler gewinnen kann, zeigte Aaron Wandelt mit seinem Sieg in 35:00min und ersten Plätzen in beiden Etappen vor den beiden Bad Harzburgern Matti Bruns (35:52) und Tom Buchholz (36:37).

Vollverpflegung mit reichhaltigem und leckerem Kuchenbuffet sowie Hot Dogs ließen den Schmerz über vielleicht verpasste Medaillen verkraften und sorgten für eine gelungene und sehr gut organisierte Veranstaltung.

Jens Struckmann


 

DM Sprint und DM Sprintstaffel von und mit Niedersachsen

Am 3./4. September konnten die lange vorbereiteten und mehrfach umgeplanten Deutschen Meisterschaften über die Sprintdistanz und die Sprintstaffel endlich stattfinden. Das Ausrichterteam vom OSC Hamburg und SC Klecken musste dabei gegen die Corona-Pandemie ankämpfen, den sturmbedingten Verlust des Waldes für die eigentlich geplante DM Mitteldistanz verkraften und mehrfach Genehmigungsänderungen berücksichtigen.

Letztlich stellten sie aber sehr souverän und beeindruckend ein für alle Teilnehmer hervorragendes Wochenende mit zwei Deutschen Meisterschaften inklusive World-Ranking Event auf die Beine. Am Samstag in der City Nord galt es zunächst einmal die Qualifikation für das A-Finale zu erreichen, um anschließend rund um den Überseering in einem technisch überaus anspruchsvollem Gelände über zwei Ebenen und mit vielen Treppen die Übersicht zu behalten. Die eigens angereisten Weltklasseläufer Yannick Michiels (Belgien) und Gustav Bergman (Schweden) zeigten sich nach dem Lauf im Interview sichtlich beeindruckt von der Qualität der Veranstaltung.

Trotz sehr gut gezeichneter Karten kam es zu mehreren Favoritenstürzen. Nicht beeindrucken ließen sich in der Damenelite jedoch die Seesenerinnen Birte Friedrichs als neue Deutsche Meisterin und Katharina Linke als Bronzemedaillengewinnerin (+1:38). Vereinskamerad Ole Hennseler verpasste in der Herrenelite die Bronzemedaille nur hauchdünn um drei Sekunden und lag nur 32 Sekunden hinter dem Sieger Bojan Blumenstein (OSC Kassel).

Weitere Medaillen für niedersächsische Starter gab es durch Jule Weigert (D14, TV Jahn Wolfsburg, 1. Platz), Christoph Freudenfeld (H45, TSV Worpswede, 2. Platz), Heidrun Finke (D65, OLV Uslar, 3. Platz) und Irmela Bergt (D75, TSV Fischerhude, 3. Platz), während Anna Weigert (D16), Ivana Knaupova (D35) und Jens Struckmann (H55) teilweise nur knapp geschlagen mit der „blechernen“ Medaillen das Podest verpassten.

Ähnlich spannend ging es am nächsten Tag bei der DM Sprintstaffel in Hamburg Wilhelmsburg zu. Der SC Klecken hatte kurzfristig umdisponiert und im Gelände der ehemaligen Internationalen Gartenschau eine Karte und Bahnen in hoher Qualität gezaubert, wo nur ein Detail unter Niveau war: das Gelände lag in den Elbniederungen teilweise unter dem Meeresspiegel.

In der DH19T trat der MTV Seesen mit Katharina Linke, Till Buchberger, Ole Hennseler und Birte Friedrichs als einer der Favoriten an. Lagen sie auch nach dem dritten Wechsel nur auf Platz 5, so konnte Birte Friedrichs mit einer fulminanten Schlussetappe aber noch die Staffeln vom USV TU Dresden, OL-Team Filder und OSC Kassel überholen und Silber hinter der OLG Regensburg sichern.

Die gute Nachwuchsarbeit in Niedersachsen trug in der DH12T Früchte.  Dort holten Katharina Lorenz, Levi Bauer und Romy Frank für den SV Hildesia Diekholzen ebenfalls Silber hinter Post SV Dresden, während der MTK Bad Harzburg (S. Bruns, K. Lorenz, E. Bruns) auf Platz vier ins Ziel kam.

Aber auch in der DH180T konnten der OLV Uslar (H. Finke, M. Finkenstaedt, H. v. Gaza) als Vierte und der Braunschweiger MTV (U. Sobczak, L. Rihko-Struckmann, J. Struckmann) als Sechste noch ganz gut mithalten.

Jens Struckmann


 

Niedersachsen bei Studierenden-WM erfolgreich

Mit Ole und Meike Hennseler sowie Birte Friedrichs standen gleich drei Seesener im neunköpfigen deutschen Aufgebot für die Studierenden-Weltmeisterschaften im Orientierungslauf, die in der Uhren-Weltmetropole Biel in der Westschweiz ausgetragen wurden. Dabei konnten sie teilweise mit hervorragenden Ergebnissen aufwarten.

Im ersten Wettbewerb, dem eher laufbetonten Sprint-OL, gab es aus deutscher Sicht sogleich mit der Bronzemedaille von Colin Kolbe das Highlight der Woche. Birte Friedrichs als 27. und Meike Hennseler als 56. schlugen sich sehr achtbar und waren damit die besten deutschen Damen. In der Sprintstaffel war nur Meike Hennseler als Startläuferin aktiv. Am Ende wurde das deutsche Quartett 16. von 23 gestarteten Staffeln.

Für das deutsche Ausrufezeichen auf der Langdistanz sorgte Birte Friedrichs. In ihrem nahezu fehlerfreien Lauf erreichte sie einen hervorragenden 13. Platz, eines ihrer besten internationalen Ergebnisse. Auf der gleichen Strecke verbesserte sich Meike Hennseler auf einen guten 51. Platz. Auch Ole Hennseler lieferte als 24. ein respektables Ergebnis ab.

Auf der Mitteldistanz setzte Ole Hennseler dann den Glanzpunkt mit einem starken 16. Platz.  Birte Friedrichs musste sich mit dem 39. Rang zufrieden geben, Meike Hennseler verbesserte sich weiter auf Rang 48.

Bei den Waldstaffeln rannte Birte Friedrichs lange an der Spitze mit und übergab als Neunte mit ganz geringem Rückstand auf ihre Vereinskameradin Meike Hennseler, die - durch zahlreiche Wespenstiche gepeinigt den Anschluss nicht halten konnte. So fiel die Damenstaffel nach der Schlussläuferin noch auf den 17. Rang zurück.

Anders waren die Voraussetzungen bei den Herren, die mit drei Routiniers im Kampf um die Podestplätze mitmischen wollten. Nach Colin Kolbe und Erik Döhler lag das Team eine halbe Minute hinter der Spitze auf Rang 7. Bis zum sechsten Posten hatte Ole Henseler sich sogar bis an die Führenden herangekämpft, dann lief er den falschen Gabelungsposten an und verlor den Kontakt nach vorn. Am Ende reichte es noch zu einem hervorragenden sechsten Platz und dem angestrebten Podestplatz.  

Detlev Friedrichs  


 

Ole Hennseler überzeugt bei Europameisterschaften in Estland

Nach den Weltmeisterschaften in den Sprintdisziplinen und den World Games stand mit den Europameisterschaften in den Walddisziplinen in Estland nun das dritte Großereignis im Orientierungslauf innerhalb von sechs Wochen an. Estland weist ein eher flaches Terrain mit einem recht diffizilen Höhenrelief auf, ist bei OLern aber wegen seines dichten Bewuchses berüchtigt, der die Sicht ebenso wie die Belaufbarkeit erschwert und die Feinorientierung damit schwierig macht. Mit von der Partie im geschrumpften deutschen Team waren auch die beiden Seesener Katharina Linke und Ole Hennseler, der im Frühjahr durch eine Corona-Erkrankung Trainingsrückstand und somit keine Berücksichtigung bei der Nominierung für die ersten beiden Top-Events gefunden hatte. 

Sichtlich zufrieden mit der eigenen Leistung zeigte er sich mit dem Rennen über die Langdistanz. Bis auf wenige kleine Unsauberkeiten gelang ihm ein richtig guter Lauf, auch wenn der letzte Kilometer sehr schwer fiel. Dafür belohnte er sich mit einen für deutsche Verhältnisse hervorragenden 31. Platz und Weltcuppunkten.

Im Mitteldistanz-Finale, für das er sich souverän qualifiziert hatte, erschwerte zusätzlich auch noch Nässe den Athleten das Laufen. Da die Organisatoren auf wasserfestes Papier verzichtet hatten, passierte es einigen Sportlern, dass ihre Karten sich auflösten und nicht mehr lesbar waren. Dieses Missgeschick ereilte auch Ole Hennseler, der teilweise nur durch Mitlaufen mit Konkurreten durchkam und dennoch einen achtbaren 43. Platz belegte, nur knapp an weiteren Weltcuppunkten vorbei. Mit der Staffel erreichte er zusammen mit Colin Kolbe und Bojan Blumenstein den 12. Platz.

Anders sah die Situation im deutschen Damenteam aus. Von den sechs ursprünglich gemeldeten Läuferinnen fielen vier wegen Verzichts bzw. wegen Erkrankungen aus. Um wenigstens eine Staffel stellen zu können, nominierte der Bundestrainer Katharina Linke nach, die somit als bereits achter Seesener ein Nationaltrikot tragen durfte. Für sie war das natürlich ein großartiges Erlebnis, einmal internationale Luft zu schnuppern, zumal sie ohne großen Erwartungsdruck an den Start gehen konnte. Mit den Rängen 38 im B-Finale der Mitteldistanz und 81 über die Langdistanz durfte sie auch durchaus zufrieden sein, war sie doch noch nie in solchem Gelände gelaufen. Nach dem Ausfall einer weiteren Läuferin kam nicht einmal eine deutsche Staffel zustande.

Detlev Friedrichs


 

Bjarne Friedrichs holt WM-Bronze im Trail-O

In Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften im Trail-O nahmen die beiden Orientierungsläufer vom MTV Seesen, Bjarne Friedrichs und Nina Döllgast, an zwei Weltranglistenwettkämpfen teil, bei denen Bjarne Friedrichs ein deutliches Ausrufezeichen setzte. In Tschechien glänzte er beim Präzisionsorientieren (PreO) mit einem herausragenden zweiten Rang, seiner bislang besten Trail-O-Platzierung. Auch Nina Döllgast schaffte mit einem tollen 14. Platz die Qualifikationsnorm für Einsätze bei internationalen Meisterschaften. Bei einem weiteren Trail-O-Weltranglistenwettbewerb unmittelbar vor der WM mit der Rekordzahl von 164 Teilnehmern blieb Bjarne Friedrichs erneut fehlerfrei und wurde guter Elfter, seine Vereinskameradin 50.

Den Auftakt der Weltmeisterschaften im polnischen Jelenia Góra bildete der Staffelwettbewerb, bei dem nach misslungenem Start die beiden Seesener Nina Döllgast mit solider Leistung und Schlussläufer Bjarne Friedrichs mit fehlerfreiem Auftritt nur noch Schadensbegrenzung betreiben und mit dem elften Platz einen Mittelfeldrang erreichen konnten, der nicht dem selbstgesteckten Ziel entsprach. Beim TempO-Wettbewerb hatten die beiden Pech, denn beiden fehlten nur zwei bzw. elf Sekunden zum Finaleinzug.

Zum Abschluss der Trail-O-WM im PreO-Wettbewerb bescherte Bjarne Friedrichs dem deutschen Team die langersehnte Medaille. Beide Tagesetappen beendete er mit einem starken vierten Tagesrang. In der Addition beider Tagesergebnisse lagen dann drei Athleten punktgleich an der Spitze, über deren Reihenfolge und damit die Farbe der Medaille die bei der Zeitkontrolle erzielte Zeit entschied. Da der Seesener hier der langsamste war, blieb ihm hinter einem Slowaken und einem Finnen „nur“ der dritte Platz, aber die Freude über die Bronzemedaille war bei ihm und im Team riesig. Auch Nina Döllgast war überaus zufrieden, schaffte sie doch mit zwei sehr soliden Tagesleistungen einen ausgezeichneten 30. Platz und war damit im PreO-Wettbewerb als drittbeste Frau gelistet.                                                          

Detlev Friedrichs


 

Zwei OL-Top-Events in zwei Wochen

Zwei absolute Top-Ereignisse hat die Seesener Orientierungsläuferin Birte Friedrichs in den letzten Wochen absolviert, die wohl den Höhepunkt ihrer bislang schon ereignisreichen Karriere darstellen. Als eigentlicher Spezialistin in den Walddisziplinen war es ihr in diesem Frühjahr in einem wahren Qualifizierungsmarathon mit Teilnahmen an mehreren Trainingslagern und Weltranglistenläufen in unterschiedlichen Ländern gelungen, für das dreiköpfige Damenteam nominiert zu werden, das zur erstmals ausgetragenen Sprint-Weltmeisterschaft nach Dänemark fuhr. Und als i-Tüpfelchen obendrauf wurde sie auch noch in das zwei Männer und zwei Frauen umfassende Team berufen, das Deutschland bei den World Games in den USA vertrat.

Zur erstmaligen Durchführung einer eigenständigen Sprint-WM reisten knapp 250 Sportler aus 42 Nationen in den Zentralort Kolding in Dänemark. Im Auftaktwettbewerb Sprintstaffel kam das deutsche Team mit Birte Friedrichs als Schlussläuferin als 17. ins Ziel. Beim K.O.-Sprint in Fredericia und im Sprint in Vejle verpasste die Seesenerin trotz guter Läufe zweimal knapp um wenige Sekunden die Finalqualifikation, sodass sie ein wenig enttäuscht war.

Gut eine Woche später hieß es schon wieder Koffer packen. Ziel war die Stadt Birmingham im amerikanischen Bundesstaat Alabama, Ausrichtungsort der um ein Jahr verschobenen World Games. Zu den 34 Sportarten, in denen Medaillen vergeben werden, gehört auch der Orientierungslauf mit drei Entscheidungen im Sprint-OL, über die Mitteldistanz und in der Sprintstaffel. Insgesamt waren beim OL nur je 40 Herren und Damen nach einem ausgeklügelten Schlüssel zugelassen.

Die heißen Temperaturen um 35° C und eine hohe Luftfeuchtigkeit setzten allen Athleten erheblich zu. Trotz der jeweiligen Erschöpfung zeigte sich Birte Friedrichs mit den Plätzen 18 im Sprint und 14 über die Mitteldistanz sowie dem 8. Platz der Sprintstaffel sehr zufrieden. Gemeinsame Besuche bei anderen Sportarten und eine großartige Show bei der Abschlussfeier im vollbesetzten Stadion rundeten dieses tolle Ereignis ab.

Detlev Friedrichs


 

WMOC: Erneut Bronze für Birgitt Michel

Auf der Mitteldistanz hatte Birgitt Michel am wenigsten mit ihrem Comeback gerechnet. Vielleicht verlieh gerade das der Wolfsburgerin die Coolness, um mehrere Favoritinnen aus Skandinavien in der Klasse W75 der World Masters Orienteering Championship zum Teil weit hinter sich zu lassen. Mit nur einem größeren Fehler behauptete sie sich im A-Finale auf Platz 3 und gewann damit nach drei Jahren Podiums-Abstinenz wieder WM-Bronze.

Die WM fand in Apulien in der Region Gargano statt. Auf allen Strecken konnte sich die Orientierungsläuferin des TV Jahn Wolfsburg für das A-Finale qualifizieren. Die Sprints wurden in den teils extrem engen und verwinkelten Gassen von Peschice und Vieste ausgetragen, in denen ein falscher Abzweig schnell einen großen Zeitverlust bedeuten konnte. Die Läufe über die Mittel- und Langdistanz fanden im höher gelegenen Nationalpark Gargano statt – bei deutlich niedrigerer und angenehmerer Temperatur als an der Küste.

Weitere Medaillen für Deutschland holten Nils Schmiedeberg (M55 - Silber im Sprint), Emil Kimmich (M65 -Bronze im Sprint) und Helmut Conrad (H80 - Silber bei Mittel- und Langstrecke). Aus Niedersachsen startete ebenfalls Günther Gohde vom Turnklubb Hannover, der einen 1. und 6. Platz in den B-Finalläufen Sprint und Lang mit nach Hause brachte.

Thorsten Weigert


 

9. Fünf-Tage-OL des OLV Uslar: Fröhlicher Feriensport im Solling

Knapp 300 Aktive im Alter von 8 bis 83 Jahren und aus 12 Nationen fanden den Weg zum 9. Fünf-Tage-OL des OLV Uslar vom 17.-22. Juli.

Teilnehmerstärkste Gastnationen waren Belgien mit 70 Startern und Dänemark mit 55.

Zum dritten Mal nach 2008 und 2014 waren wir zu Gast auf der schönen Sportanlage des MTV Eschershausen, wo gut die Hälfte der Teilnehmer und fast alle Organisatoren des OLV campierten.

Als Neuerung wurde zu Beginn eine Sprint-Etappe ins Programm genommen. Es ging durch die schöne Uslarer Altstadt mit dem historischen Rathaus und den Mauern der Schlossruine Freudenthal, die besondere technische Herausforderungen boten.

Es folgten zwei Etappen in den Wäldern südlich und nördlich vom Sollingturm, wobei es immer wärmer wurde. Als die Hitze am Mittwoch ihren Höhepunkt erreichte, war zum Glück Ruhetag.

Fast wie bestellt kühlte es dann merklich ab, und die letzten beiden Etappen nordöstlich von Eschershausen konnten bei angenehmen Temperaturen absolviert werden.

Alle Läufe waren zu Fuß oder mit dem Fahrrad vom Sportplatz aus zu erreichen, was angesichts hoher Energiepreise und Klimakrise zukunftsweisend und gut fürs Image unseres Sports ist. Auch die Zusammenarbeit mit den zuständigen Landesforsten und der Unteren Naturschutzbehörde lief unter diesen Voraussetzungen richtig gut.

Das Geschehen in den beiden Hauptkategorien D/H 21- Lang wurde geprägt von Mitgliedern des belgischen Nationalteams. Wobei Ole Hennseler vom MTV Seesen die ersten drei Etappen gewinnen konnte und vor dem abschließenden Jagdrennen ca. 15 Minuten Vorsprung hatte aber wegen eines wichtigen Termins leider nicht mehr antreten konnte. Eine passende Vorbereitung für die Europameisterschaften im August in Estland war es aber allemal.

Neben guten sportlichen Wettkämpfen wird die Uslarer Veranstaltung immer wieder von einem umfangreichen Rahmenprogramm geprägt. Diesmal gab es einen Supermarkt-OL im REWE, einen Indoor-OL über vier Stockwerke im Gymnasium Uslar, einen Foto-OL durch die Innenstadt, eine „Trinkwasser-Führung“ durch das malerische Ital und einen Mikro-Parallel-Sprint auf dem 5x3 Feld.

Hinzu kam die wieder ausgezeichnete Versorgung durch den MTV Eschershausen, vom Frühstück im Morgengrauen über Kaffee und Kuchen bis zum Abendbierchen bei Salat, Pommes und Gegrilltem.

Genau das Richtige für einen Aktivurlaub.

Der 10. Fünf-Tage-OL des OLV Uslar ist angedacht zum 50jährigen Vereinsjubiläum 2026.

Stephan Schliebener


 

WM-Tickets vergeben

Bei den ersten WM-Qualifikationsläufen im April 2022 hinterließen die deutschen Peilsportler noch tiefe Spuren im Schnee. Zwei Monate später waren die letzten drei Läufen der Serie nun im Juni von Sommerhitze geprägt. Entlang des Tosmar-Höhenzugs südlich von Diekholzen-Söhre waren mehrere Funksender aufgebaut, die auf kürzestem Weg von den Teilnehmern im Alter von neun bis 72 Jahren aufgespürt werden mussten. Intensive Funkreflexionen im Tal des Gehlenbachs erschwerten präzise Peilungen, auch die Nutzung der wenigen Brücken und Übergänge konnte laufentscheidend sein.

In der am stärksten besetzten Männer-Kategorie M50 siegte nach drei Läufen Christian Drews aus Berlin, bei den Damen W45 Anja Hilbert aus Chemnitz. Beide lösten mit diesen Erfolgen auch das Ticket zur WM Ende August in Bulgarien. Zwei Läufer des SV Hildesia Diekholzen ergriffen die Gelegenheit für einen erfolgreichen Einstand in dieser etwas exotischen Variante des Orientierungssports: Marcel Trzewik konnte in seinem Lauf alle fünf Funkbaken in der Zeitvorgabe aufspüren und überzeugte durch eine fehlerfreie Routenwahl. Kerstin Wittke wagte sich auf die Sprintstrecke, die hohe Konzentration und schnelle Reaktion auf wechselnde Funksignale erfordert.

Vielleicht ist die Annäherung der Sportarten aufgefallen: Große Peilveranstaltungen werden seit diesem Jahr auch im O-Manager angekündigt.

Gerhard Kottschlag


 

Staffelentscheidung auf der schnellen Runde

Nach rund drei Jahren coronabedingter Pause stehen endlich wieder Teamwettbewerbe auf Landesebene an. Am Sonntag wurden unter regulären Bedingungen die Niedersächsischen Staffelmeisterschaften im Orientierungslauf aussgetragen. Allerdings nicht im Wald, sondern in urbanem Gelände mit Sprintcharakter.

Der TV Jahn Wolfsburg hatte den Stadtteil Detmerode auserkoren, um dort die Jagd nach den Medaillen auszutragen. Dabei hat das recht junge Ausrichterteam den Sprung gewagt, eine Landesmeisterschaft im Staffelwettbewerb zu organisieren. Keine leichte Aufgabe, die aber sehr gut gelang. Die Teilnehmer erwartete für Wolfsburg typische, großzügige Wohnanlagen mit teilweise viel Wiesenflächen, aber auch verwinkelten Gassen zwischen Flachbauten und schließlich auch geringe Waldanteile.

Obwohl die Strecken insgesamt sehr flach waren und kaum Höhenmeter aufwiesen, gingen die Titel am Ende in den Harz. Bei den Damen setze sich der MTV Seesen vor dem ersten und dem zweiten Team des MTK Bad Harzburg durch. Bei den Herren behaupteten sich die Bad Harzburger knapp vor den Favoriten vom TSV Worpswede sowie dem OLV Uslar.

Mit den Staffelmeisterschaften ist die erste Saisonhälfte zu Ende gegangen - eine sehr erfolgreiche Saisonhälfte noch dazu. Nach dem Uslarer 5-Tage-OL in den Sommerferien geht es mit den Landesmeisterschaften Sprint in Hannover Mitte September weiter.

Eike Bruns


 

Niedersachsen beim größten OL-Event des Jahres

Am 18./19. Juni wurde die Jukola als teilnehmerstärkste OL-Veranstaltung des Jahres im finnischen Mynämäki nördlich von Turku ausgelaufen. 1.432 Damenstaffeln mit je vier Läuferinnen und 1.590 Herrenstaffeln mit je sieben Läufern führten somit zu einem Teilnehmerfeld von insgesamt 16.858 begeisterten OLern. Während bei den Profis die Damen aus Schweden von IFK Göteborg den Sieg einfuhren, kam es bei den Herren durch Stora Tuna OK zu einer erfolgreichen Titelverteidigung. Schnelles Gelände mit offenen Felsplatten führte zu entsprechend angepassten Bahnlängen. So hatten die Läufer der Herrenschlussstrecke z.B. 16,8km zu absolvieren.

Dieser Herausforderung stellten sich auch mehrere Teilnehmer aus Niedersachsen. Bei den Damen war ein vollständiges Team mit Evi Drese (OLV Uslar), Liisa Rihko-Struckmann (Braunschweiger MTV), Heidrun Finke und Katja Tiitinen (beide OLV Uslar) am Start. Durch die hohe Startnummer 1318 am Ende des Feldes mussten sie sich erst nach vorn arbeiten, bevor Katja mit einem starken Finish Platz 746 herauslief.

Bei den Herren liefen mehrere Niedersachsen auf verschiedene Teams verteilt. Magnus Struckmann (Braunschweiger MTV) brachte als Schlussläufer seine finnische Staffel aus Tampere auf Platz 158. Jan-Felix Topp und Kilian Lilje vom TSV Worpswede kamen mit der Staffel vom OSC Hamburg auf Platz 367, während Rolf Breckle aus Bovenden mit seinem alten Heimatverein Bielefelder TG Rang 433 belegte. Als Schlussläufer vom finnischen Team Kanin Tahti kam Gerrit Rode auf Platz 793 ins Ziel.

Jens Struckmann


 

Goldene Pfingsten für niedersächsische Orientierer

Im dritten Anlauf nach zwei Corona-bedingten Verschiebungen hatten die Ausrichter vom USV TU Dresden über Pfingsten zum 3-Tage-Lauf Saxonia nach Siebenlehn, Freiberg und Böhrigen eingeladen. Die erste Etappe am Samstag war kurzfristig auch als DM Mitteldistanz gewertet worden, nachdem der ursprüngliche Ausrichter SC Klecken wegen großflächigen Sturmschäden im eigenen Wald die Veranstaltung zurückgeben musste. Diffuse Vegetation und Details im Gelände erforderte volle Konzentration und angepasstes Lauftempo von allen Teilnehmern. Aus Niedersachsen kamen damit Lina Buchberger (D20, MTV Seesen), Birgitt Michel (D75, TV Jahn Wolfsburg), Erik Bruns (H10, MTK Bad Harzburg), Till Buchberger (H18, MTV Seesen) und Alfred Newerla (H70, RSV Hannover) zurecht, die allesamt deutsche Meister wurden. In den Eliteklassen gab des darüber hinaus noch Silber für Birte Friedrichs und Bronze für Ole Hennseler (beide MTV Seesen).

Nach einer Langdistanz als Bundesranglistenlauf am Pfingstsonntag, die in den Eliteklassen auch als World Ranking Event ausgeschrieben war, gingen am Montag die Läufer entsprechend Zeitrückstand aus den ersten beiden Tagen in den Jagdstart. Birte Friedrichs gelang es dabei, die deutsche Meisterin Patricia Nieke vom USV TU Dresden noch zu abzufangen und sich die Gesamtwertung zu sichern. Weitere Gesamtsieger wurden Birgitt Michel und Till Buchberger. Ole Hennseler kam im internationalen Teilnehmerfeld hinter Noah Zbinden (Schweiz) und Toby Scott (Neuseeland) auf Platz drei in der Gesamtwertung der Herrenhauptklasse. Dazu gingen noch zweite Plätze durch Ivana Knaupova (D40, Braunschweiger MTV) und Alfred Newerla nach Niedersachsen. Aaron Wandelt vom MTV Seesen konnte sich durch gute Ergebnisse auf der zweiten und dritten Etappe in H20 noch auf Platz drei vorarbeiten.

Neben Bundesranglisten- und Weltranglistenpunkten ging es am Samstag Abend auf dem Uni-Campus von Freiberg auch noch um wertvolle Punkte für die Sprint-OL-Serie Deutsche Parktour. Über volle Punktzahl konnten sich aus niedersächsischer Sicht durch Siege hier Birte Friedrichs, Ole Hennseler, Ivana Knaupova und Birgitt Michel freuen. Dieser Sprint ging allerdings nicht in die Gesamtwertung des Saxonia Wochenendes ein.

Jens Struckmann


 

Niedersächsische Orientierungsläufer auf dem Weg zur WM, EM und zu den Worldgames

Für die Nominierung zur Sprint -WM (26. - 30.06. in Kolding, DK) und die World Games  (07.-17.07. in Birmingham/USA) mussten die deutschen OLer im Frühjahr eine Vielzahl von Qualifikationen, Sichtungsläufen und Trainingslager absolvieren. Bereits im Februar startete ein Trainingslager in Portugal mit World Ranking Event und ein weiterer WRE in Murcia (Südspanien), bevor im März ein weiteres Wochenende mit Sprint WREs in Antwerpen folgte. Weitere Trainingslager und Sichtungen mit Fokus auf die Sprint WM gab es im April in Kolding (DK) und Südhessen sowie im Mai in Süd-DK. In Boras (SWE) kam es dann Ende Mai zu einer ersten internationalen Standortbestimmung bei einem WRE-Wochenende.

Aus niedersächsischer Sicht besonders hervorzuheben ist die Qualifikation von Birte Friedrichs vom MTV Seesen, die als eigentliche Waldspezialistin dennoch glatt die Quali für die dreiköpfige deutsche Damenauswahl geschafft hat. Hinter der erfahrenen Susen Lösch (USV Jena/Järfälla OK) konnte sie dabei sogar das komplette Ticket für den Einzelsprint, den KO-Sprint und die Sprintstaffel lösen. Gleiches gelang ihr auch für die direkt danach startenden World Games in den USA.

Ihr Vereinskamerad Ole Hennseler wurde krankheitsbedingt nach gutem Saisonstart zurückgeworfen, macht sich aber noch Hoffnungen auf die Teilnahme an der EM im Herbst in Estland, was er zu Pfingsten beim internationalen 3-Tage-Lauf in Sachsen durch Platz drei in der Gesamtwertung und Platz vier bei der ersten Etappe (gleichzeitig DM Mitteldistanz) unterstrich. Auch hier glänzte Birte Friedrichs durch die Silbermedaille bei der DM und Platz 1 in der Gesamtwertung.

Jens Struckmann


 

Doppelsprint im Hildesheimer Süden

Einen sehenswerten Doppelsprint hat der SV Hildesia Diekholzen heute in Hildesheim ausgerichtet. Auf den komplett neuen Karten bot er sowohl klassisch modernes Wohngebiet als auch technisch anspruchsvolles Campusgelände der Uni. Der Doppelsprint im Süden der Domstadt war dabei bereits schon der vierte Landesranglistenlauf, so dass die Rangliste ihr Bergfest bereits gefeiert hat. Sieben Landesranglistenläufe gibt es in diesem Jahr.

Die Siege in den Hauptklassen gingen an den MTK Bad Harzburg. Pia Buchholz setzte sich bei den Damen vor Lea Reppnow und Jessica Drese (beide OLV Uslar) durch. Bei den Herren gewann Matti Bruns vor Aaron Wandelt (MTV Seesen) und Till Finkenstädt (OLV Uslar).

Besonders bemerkenswert war das Angebot der Ausrichter, einen Jedermann-Orientierungslauf auszuprobieren. In die Landesveranstaltung hatten sie dieses offene Angebot eingewoben, dass vor allem von Nachwuchsläufern und Schülern sehr rege genutzt wurde und Hoffnung macht auf noch mehr Popularität der Natursportart im Hildesheimer Raum.

Eike Bruns


 

Gelungenes Doppelmeisterschaftswochenende

Früh in der Saison stehen schon ein Großteil der niedersächsischen Meister fest. Mit den Titelkämpfen über die Mitteldistanz ging am Sonntag ein gelungenes Doppelmeisterschaftswochenende zu Ende.

Der MTV Seesen hatte die Veranstaltung einen Tag nach den Meisterschaften über die Langstrecke ebenfalls im Harz ausgerichtet. Kaum mehr als ein Kilometer Luftlinie trennten die beiden Wettkampfgelände des Wochenendes links und rechts des Innerstetals. Zwischen Wildemann und Bad Grund nutzte der MTV das Areal, in dem er im Vorjahr die Deutschen Meisterschaften ebenfalls über die Mitteldistanz ausgerichtet hat. In dem zu den Rändern hin steil abfallenden Bergrückenlagen fanden die Teilnehmer ideale Voraussetzungen und o-technischen Anspruch. Dabei zeigten sich die Oberharzer Fichtenwälder an diesen Stellen noch nicht so von Borkenkäfern angegriffen wie andernorts.

Wie am Vortag dominierten die Lokalmatadoren die Hauptklassen. Lina Buchberger vom gastgebenden MTV sicherte sich den Titel vor Pia Buchholz vom MTK Bad Harzburg und der Seesenerin Carolin Bernsdorf. Bei den Herren wurde Matti Bruns vom MTK Niedersachsenmeister vor Aaron Wandelt vom MTV und Fabian Ulbrich vom OLV Uslar.

Eike Bruns


 

Meistertitel bleiben im Harz

Zum Auftakt des Meisterschaftswochenendes im Harz sind die Titel an die Lokalmatadoren gegangen. Bei den Landesmeisterschaften über die Langdistanz am Samstag in Clausthal-Zellerfeld gewannen die Favoriten Birte Friedrichs und Ole Hennseler vom MTV Seesen die Titel in den Hauptklassen der Damen beziehungsweise Herren. Durch Lina Buchberger (Seesen) und Pia Buchholz (MTK Bad Harzburg) bei den Damen sowie Matti Bruns (MTK) und Aaron Wandelt (MTV) bei den Herren gingen auch die Silber- und Bronzemedaillen an die heimischen Vereine.

Der MTK Bad Harzburg hatte die Meisterschaften auf einer neuen Karte zwischen Clausthal-Zellerfeld und Wildemann ausgerichtet. Insgesamt zeigten sich die Teilnehmer angetan von der Veranstaltung am Walpurgistag, der gerade im Harz eine besondere Bedeutung hat. Komplettiert wird das Meisterschaftswochenende mit den Landesmeisterschaften über die Mitteldistanz, die der MTV Seesen am Folgetag, dem Maifeiertag zwischen Wildemann und Bad Grund ausrichtet, dem direkt an das Vortages-Areal angrenzende Wettkampfgelände. Mit rund 160 Teilnehmern am Samstag und 170 am Sonntag zeigt sich, dass trotz des frühen Termins und einiger Konkurrenzveranstaltungen der Zuspruch sehr gut ist.

Eike Bruns


 

Saisoneröffnung mit hoher Kultur

Zur Saisoneröffnung hatten die Orientierungsläufer des TSV Worpswede am Samstag zu einem Doppelsprint in ihren Heimatort, der idyllischen Künstlerkolonie, eingeladen. Mehr als 120 Teilnehmer unter anderem auch aus Dresden, Berlin und Helsa waren dem Ruf gefolgt, um diesen weißen Fleck auf der deutschen OL-Karte östlich von Bremen zu erkunden.

Und sie wurden dafür mit zwei neuen Karten, schönen Bahnen und einer guten Organisation bei herrlichem Frühlingswetter belohnt. Die erste Etappe startete am Kunstmuseum und ging durch ein kleines Waldstück und weiter quer durch den wunderschönen Ort sowie über die gut besuchte Promenade. Etappe zwei führte dann durch schnellen gefegten Buchen- und Eichenwald, der mit einigen Senken und Ilex garniert war. Für die Zeit zwischen den Etappen hatten die Organisatoren keine Mühen gescheut und das Schützenheim ausgeräumt und ein reichhaltiges Buffet aufgefahren, so dass die Routen der ersten Strecke ausgiebig diskutiert werden konnten. Oder man nutzte die Zeit, um sich das Künstlerdorf noch einmal in Ruhe anzusehen.

Die 100 Punkte für die Landesrangliste in der Damen 19 sicherte sich souverän Vorjahressiegein Birte Friedrichs vom MTV Seesen vor ihrer Vereinskollegin Lina Buchberger und Tinka Kankaanpää vom Bovender SV. In der Herren 19 gewann Sergei Roskop vom Braunschweiger MTV die niedersächsische Ranglistenwertung ebenfall mit mehr als drei Minuten Vorsprung vor Aaron Wandelt (MTV Seesen) und Till Finkenstädt (OLV Uslar), die nur durch fünf Sekunden getrennt ins Ziel kamen. Gute Frühform zeigte aber bei den Herren vor allem Marvin Goericke von SV IHW Alex Berlin als Sprint-Orientierungsläufer aus dem deutschen Nationalteam, der Sergei Roskops Zeit noch einmal um vier Minuten unterbot.

Vor dem Beginn des Wettkampfs gedachten die Teilnehmer mit einer Schweigeminute Alexander Lubina. Der 43-jährige Bundestrainer vom DJK Adler 07 Bottrop war vier Tage zuvor bei einem tragischen Unglück ums Leben gekommen.

Jens Struckmann/Eike Bruns


 

Niedersachsen stellen das Gros des deutschen Nationalteams

Bei den Weltmeisterschaften und Junioren-Weltmeisterschaften im Ski-Orientierungslauf haben die Niedersachsen das Gros des deutschen Nationalteams gestellt. Im nordfinnischen Kemi startete Pia Buchholz bei den Erwachsenen, Carlotta Haupt und Tom Buchholz (alle MTK Bad Harzburg) traten bei den Junioren an. Die sächsischen Juniorinnen Marit und Wenke Heinemann (beide SV Robotron Dresden) komplettierten das Team, das von Nachwuchs-Bundestrainerin Tanja Buchholz betreut wurde.

Als bestes Ergebnis erreichte Debütantin Carlotta Haupt mit den Heinemann-Schwestern Rang sieben in der Staffel. Pia Buchholz kam im Verfolgungsrennen als 31. knapp an die Top 30 heran, Tom Buchholz schaffte als 27. auf der Mitteldistanz sein bestes Resultat.

Überschattet wurden die Titelkämpfe von der Ukraine-Krise. Der Orientierungslauf-Weltverband IOF hatte als einer der ersten Spitzensportverbände Russland von Veranstaltungen ausgeschlossen.

Eike Bruns


 

Endlich wieder Lehrgang: Aufgrund der Corona-Pandemie mussten in den vergangenen Jahren leider einige beliebte Veranstaltungen ausfallen. Auch der Einsteiger-Lehrgang, der 2019 gerade seinen 10. Geburtstag feiern durfte, fiel diesem Umstand zum Opfer. Aber langsam erwacht das sportliche Geschehen wieder aus seinem Dornröschenschlaf. Und diesen März war es endlich wieder so weit.

20 Kinder und 13 Betreuer hatten sich angemeldet und trafen sich gemeinsam am Freitag, 4. März, an der Grundschule in Schönhagen bei Uslar, um dort gemeinsam ein Wochenende zu verbringen. Durch abwechslungsreiche Theoriestunden wurden den Kindern Grundlagen vermittelt, die später in spannenden praktischen Einheiten gefestigt werden konnten. So gab es einen Linien-OL mit verschiedenen Schwierigkeiten auf einer Sprintkarte im Dorf Schönhagen und auf einer Waldkarte wurde Kompasslauf  und Entfernung geübt.  Aber auch kleine Spiele und das gemeinsame Beisammensein bereiteten allen Teilnehmern große Freude. Beim Höhenlinienkneten war wie immer Kreativität gefragt. Ihren Kampfgeist konnten sowohl die Kinder als auch Betreuer bei einer kleinen OL-Staffel in der Halle beweisen. Am Sonntag wurde das Wochenende mit einem finalen Wald-OL beschlossen, bei dem die Kinder zeigen konnten, was sie die vergangenen Tage gelernt hatten.

Durch die tatkräftige Unterstützung zweier Mütter war die Verpflegung aller Teilnehmer auch gut zu bewerkstelligen. Ein großes Dankeschön richtet sich auch an die vielen Betreuer, die mit den Kids gemeinsam mit viel Begeisterung die Einheiten durchgeführt haben. Ann-Charlotte Spangenberg hat bei diesem Lehrgang bereits im Vorfeld schon viel Planung übernommen und zeigte bei der Durchführung, dass Sie dieser Aufgabe gewachsen ist. So kann ich mich nach zehn Jahren mit gutem Gewissen zurückziehen und den Staffelstab an Ann-Charlotte Spangenberg weiter reichen.

Wir freuen uns sehr, dass die Veranstaltung stattfinden konnte und hoffen, alle Kinder bei den kommenden Wettkämpfen wiederzusehen.

Evi Drese


 

Fünf DM-Medaillen für Niedersachsens Ski-Orientierungsläufer

Bei den Deutschen Meisterschaften im Ski-Orientierungslauf über die Langdistanz zeigten sich die Niedersachsen knapp hinter den Sachsen als stärkster Landesverband. Die NTB-Athleten holten bei den Titelkämpfen, die zusammen mit dem Tschechen-Cup im tschechischen Jachymov im Erzgebirge unweit von Oberwiesenthal im Nachgang der Studierenden-Weltmeisterschaften ausgerichtet wurden, fünf Medaillen.

Gold sicherte sich dabei Anke von Gaza vom OLV Uslar, die die Seniorinnenkategorie für sich entscheiden konnte. Den Deutschen Vizemeistertitel in der Hauptklasse Damen Elite gewann Pia Buchholz vom MTK Bad Harzburg. Gleiches gelang ihrem Vereinskameraden Henning Bruns bei den Senioren. Jeweils Bronze gab es zudem in der Herren Elite durch Eike Bruns sowie bei den Seniorinnen durch Tanja Buchholz. Die Vierten Plätze in der Elite durch Carlotta Haupt bei den Damen und Tom Buchholz bei den Herren (alle MTK) sowie Rang fünf in der Herren Elite durch Sergej Sonnenberg vom Osnabrücker TB rundeten die guten Ergebnisse der Niedersachsen ab.

Eike Bruns


 

Niedersachsen stellen deutsches Team

Bei den Studierenden-Weltmeisterschaften im Ski-Orientierungslauf wurde das deutsche Team komplett von Niedersachsen gestellt. Für die Titelkämpfe im tschechischen Jachymov hatte der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) die beiden Bad Harzburger Pia Buchholz und Matti Bruns von der Uni Göttingen nominiert.

Mit Delegationsleiter Prof. Dr. Nikolaus Risch, ehemaliger Präsident der Uni Paderborn und Disziplinchef für Orientierungslauf im adh, erlebte das deutsche Team eine den Umständen entsprechend gelungene Veranstaltung. Sportlich schafften die beiden Athleten in dem hochklassig besetzten Feld respektable Ergebnisse.

Nach dem 28. Platz im Sprint, rutschte Pia Buchholz im Verfolgungsrennen zwar auf Rang 30 ab. Jedoch konnte sie dafür auf der abschließenden Mitteldistanz als 23. ihr bestes Ergebnis einlaufen. Matti Bruns verbesserte seinen 31. Platz im Sprint im Verfolgungsrennen auf Rang 30. Sein bestes Ergebnis holte er ebenfalls über die Mitteldistanz als 25. In der Sprintstaffel kamen die beiden auf Rang 13.

Für Pia Buchholz und Matti Bruns waren die Studierenden-Weltmeisterschaften der Saisonhöhepunkt für die ausgefallene Winteruniversiade, für die sie sich ebenfalls qualifiziert hatten, die aber wegen Corona abgesagt wurde. Überschattet wurden die Studierenden-Weltmeisterschaften von der beginnenden Ukraine-Krise. Im Verlauf der Titelkämpfe reiste die russische Delegation ab.

Eike Bruns


 

Einsteigerlehrgang kann stattfinden

Die erlösende Nachricht kam kurz vor Meldeschluss. Der Einsteigerlehrgang für alle Kinder der Altersklassen bis D/H10 und D/H12 sowie ältere, die erst vor kurzer Zeit mit der Sportart Orientierungslauf angefangen haben, kann stattfinden. Von Freitag, 4. März, bis Sonntag, 6. März, will ein engagiertes Trainerteam den Teilnehmern die Verbesserung der Grundfähigkeiten im Orientieren und dem
Umgang mit der Karte beibringen. Auch ganz wichtig ist bei dem Lehrgang, der in der und rund um die Grundschule Schönhagen-Uslar stattfindet, das Kennenlernen untereinander.

Teilnehmer sollten sich nun aber beeilen. Der Anmeldeschluss ist am Dienstag, 15. Februar. Ein Extra-Angebot ist dieses Mal aufgrund der Coronaphase, dass es auch eine Fortgeschrittenen-Gruppe für alle Nachwuchsläufer der Kategorie bis D/H14 gibt, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich an das D/H16 Niveau heranzuarbeiten, da es in den letzten beiden Jahren relativ wenige Möglichkeiten gab, OL-Erfahrung zu sammeln.

Das genaue Programm, die Anmeldung, wer im Trainerteam ist und was alles benötigt wird, ist in der Ausschreibung beschrieben.

Eike Bruns


 

Arne Schörder holt Doppelsieg, Anke von Gaza gewinnt bei den Damen

Bei den Niedersächsichen Meisterschaften im Ski-Orientierungslauf über die Langdistanz wiederholte Arne Schröder vom Braunschweiger MTV seinen Erfolg auf der Mitteldistanz vom Vortag. Im Landesleistungszentrum Sonnenberg im Oberharz holte er den Titel bei den Herren. Eingebunden waren die Meisterschaften in einen Welt- und Bundesranglistenlauf. Diesen gewann wie am Vortag Bernd Kohlschmidt vom SV Robotron Dresden, im Gesamtklassement wurde Arne Schröder Zweiter.

Genauso sah es bei den Damen aus. Die schnellste Zeit lieferte wie am Vortag Anne Heinemann vom SV Robotron Dresden ab. Dahinter kam Anke von Gaza vom OLV Uslar, die sich damit den Landesmeistertitel in der Damen-Hauptklasse holte. Noch am Vortag war sie in der Damen 45 angetreten, in der sie sich den Deutschen Meistertitel über die Mitteldistanz gesichert hatte. Silber und Bronze bei den Landesmeisterschaften am Sonntag gingen an Pia Buchholz und Rieke Bruns vom gastgebenden MTK Bad Harzburg. Der bekam von den Teilnehmern Lob für die Organisation des Wettkampfwochenendes.

Eike Bruns


 

Pia Buchholz und Arne Schröder gewinnen Landesmeisterschaft

Das neue Jahr ist gerade erst einen halben Monat alt, und schon stehen die ersten Landesmeister fest. Bei den Titelkämpfen im Ski-Orientierungslauf über die Mitteldistanz holten sich Pia Buchholz vom gastgebenden MTK Bad Harzburg und Arne Schröder vom Braunschweiger MTV die Titel.

Im Landesleistungzentrum Sonnenberg im Oberharz fanden die Teilnehmer am Samstag nahezu beste Bedingungen vor. Trotz des kleinen Wettkampfgeländes waren die Bahnen anspruchsvoll bei den Deutschen Meisterschaften, in die die Niedersächsischen Meisterschaften integriert waren. Die Deutschen Meistertitel gingen an Anne Heinemann und Bernd Kohlschmidt, beide vom SV Robotron Dresden.

Erwartungsgemäß holte sich Pia Buchholz den Titel vor ihrer Vereinskameradin Rieke Bruns, Bronze ging an Birte Friedrichs vom MTV Seesen. Bei den Herren setzte sich etwas überraschend Arne Schröder vor Matti Bruns vom Gastgeberverein durch. Ole Hennseler vom MTV Seesen verpasste durch einen Fehlstempel Bronze.

Weiter geht es schon am Sonntag an selber Stätte. Dann stehen im Rahmen eines Welt- und Bundesranglistenlaufs die Landesmeisterschaften über die Langstrecke auf dem Programm.

Eike Bruns


 

Niedersächsische Meisterschaften im Ski-Orientierungslauf

Am Wochenende finden die Niedersächsischen Meisterschaften im Ski-Orientierungslauf statt. Eingebunden in die Deutschen Meisterschaften Mitteldistanz und einen Bundesranglistenlauf, die auch Weltranglistenäufe sind, sind die Verhältnisse im Landesleistungszentrum Sonnenberg im Harz ideal.

"Aktuell haben wir am Sonnenberg beste Verhältnisse", sagt Wettkampfleiter Sven Buchholz vom ausrichtenden MTK Bad Harzburg. Und die Wettervorhersagen sind günstig. "Wir haben allerdings zu wenig Schnee in Altenau", erklärt Buchholz. Dort sollte die Veranstaltung ursprünglich stattfinden, jedoch reicht es 300 Meter tiefer nicht für reguläre Bedingungen, die sich dort zudem auch noch weiter verschlechtern können.

Beachten müssen die Starter die derzeit gültige 2G-Regel. Es empfiehlt sich, den Ausrichtern vorab schon seinen Geimpft- oder Genesen-Nachweis per E-Mail zuzuschicken. Zwingend zu beachten ist ebenfalls, dass trotz Corona der Harz auch schon am vorherigen Wochenende von Touristen nachgerade überrannt wurde. Mit dem ersten Start am Samstag um 13 Uhr werden Parkplätze nur schwer und in weiterer Entfernung zu finden sein. Auch wegen der überfüllten Straßen wird eine frühzeitige Anreise klar empfohlen. Schließlich ist zu beachten, dass noch nicht alle Teilnehmer ihre neuen Jahresmarken gelöst oder eine DTB-ID bezogen haben. Die aktuelle Negativliste ist auf der Webseite der Veranstaltung einzusehen.

Eike Bruns


 

Offizielle Kooperationspartner des NTB

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