Feuerwerk der Turnkunst: Mit Newcomer*innen zur perfekten Show

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Jedes Jahr eine neue Show, immer wieder neue Artist*innen. Das Feuerwerk der Turnkunst besticht mit seiner großen Kreativität ebenso wie mit Newcomer*innen und nie gesehenen, atemberaubenden Show-Elementen. Mit der Heartbeat Tournee 2024 bleibt Europas erfolgreichste Turnshow seinem Anspruch treu und präsentiert unter anderem das Arctic Ensemble aus Finnland. Neben ihrem spektakulären Act am doppelten „Corean Cradle“ wagen sich die kreativen Finnen an eine Auftragsarbeit des "Feuerwerks" heran, einer großen Gruppennummer an verschiedenen Luftgeräten. Produktionschef Wolfram Wehr-Reinhold gewährt im Interview Einblicke hinter die Kulissen. 

Herr Wehr-Reinhold, Sie stecken bis über beide Ohren in den Vorbereitungen der Heartbeat Tournee 2024. Mit dabei ist das Arctic Ensemble aus Finnland. Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit diesen Artisten?

Wir haben den Kontakt zu dieser Gruppe beim Young Stage Festival in Basel hergestellt. Dort waren wir dermaßen beeindruckt von der Vielseitigkeit und Kreativität dieser jungen Artisten, dass wir sie zu den Gewinnern unseres Feuerwerk der Turnkunst-Engagementspreises auserkoren haben. 

Was hat es mit diesem Preis auf sich?

Es gibt diese Auszeichnung seit ein paar Jahren. Wir verleihen den Preis an Künstler*innen, die uns durch ihre Kreativität und Vielseitigkeit begeistern, und wenn wir der Meinung sind, dass sie perfekt zu einer unserer nächsten Produktionen passen. 

Welche Rolle spielen bei der Künstler*innen-akquise Festivals und große Zirkusshows? 

Das Young Stage Festival ist für uns eines der interessantesten Festivals zur Akquise, weil es dort sehr junge und äußerst kreative Artist*innen zu sehen gibt, die viel Potenzial für das Feuerwerk der Turnkunst mitbringen. Viele der dort auftretenden Künstler*innen sind neu in der Artistikszene. Das passt zu unserem Anspruch, unseren Zuschauer*innen in jeder Show neue Gesichter und neue Darbietungen zu präsentieren. 

Was müssen Artist*innen mitbringen, um perfekt ins Ensemble des «Feuerwerks» zu passen?

Unsere Arbeitsweise hat sich sehr verändert, seit wir die Musik durch eine Live-Band präsentieren lassen und zudem unser musikalischer Leiter Rick Jurthe die Songs zu den jeweiligen Darbietungen komponiert. Die Künstler*innen sollten also offen dafür sein, ihre Choreografien an die Musik und selbstverständlich auch an das Thema der jeweiligen Show anzupassen. Und ganz besonders wichtig ist natürlich, dass ihre Darbietung spannend ist und Ausstrahlung hat. Sie muss einfach das Herz berühren! 

Arctic Ensemble hat von Ihnen den Auftrag erhalten, eine speziell auf Heartbeat abgestimmte Nummer zu kreieren. Was verbirgt sich dahinter?

Wir möchten mit dieser Gruppe eine raumfüllende Darbietung erstellen, die perfekt zu unserem nächsten Thema Heartbeat passt. Das, was wir bisher vom Arctic Ensemble gesehen haben, hat sozusagen schon den richtigen Herzschlag. Die Gruppe wird synchron sowohl an verschiedenen Luftgeräten als auch am Boden agieren und damit die gesamte Arena ausfüllen, eben ein großes Bild zeichnen. 

Wie genau gehen Sie bei der Produktion dieser raumfüllenden Kreativnummer vor?

Im ersten Schritt haben wir zusammen mit unserem technischen Leiter Jens Gerhardt die Möglichkeiten geprüft, welche Geräte wir unter die Hallendecke hängen können und dann das finale Set-Up mit der Gruppe abgestimmt. Im zweiten Schritt erarbeitet die Gruppe eine Choreografie. Unser Kreativdirektor Rick Jurthe wird das Arctic Ensemble auch noch im Laufe der Vorbereitungen in Finnland besuchen, um der Nummer den letzten Feinschliff zu geben. 

Das alles klingt nach einem immens hohen Zeitaufwand.

Ja, diese Vorgehensweise braucht sehr viel Zeit. Es findet viel Austausch per Videokonferenz statt, häufig ist es auch sinnvoll, die Künstler*innen in der Vorbereitungszeit zu besuchen, um zum Beispiel mit ihnen an dem Zusammenspiel zwischen Musik und Choreografie zu feilen. Einfach, weil wir bis hin zu den Kostümen eine Show kreieren wollen, die eine zusammenhängende Geschichte erzählt und mehr denn je wie aus einem Guss daherkommt. Wir erschaffen damit etwas ganz Besonderes. Es ist eine Herausforderung, auf die wir uns jedes Jahr aufs Neue sehr freuen! 

Bis kurz vor der Premiere bleibt offen, wie gut sich alle Künstler*innen in die «Feuerwerk»-Familie einfügen. Wie gespannt sind Sie selbst jedes Mal? 

Ich bin nach der gesamten Vorarbeit immer sehr überzeugt davon, dass wir für unser Thema die richtigen Artist*innen und Darbietungen ausgewählt haben. Wir bekommen im Laufe der Vorbereitung und der intensiven Zusammenarbeit auch einen guten Eindruck von den einzelnen Charakteren. Aber natürlich bin ich bis zuletzt immer extrem gespannt, wie sich alles zusammenfügt. Der erste komplette Durchlauf – die interne Generalprobe – ist immer am spannendsten. Wir erleben aber immer wieder, wie sich das gesamte Ensemble innerhalb weniger Tage zu der vielzitierten «Feuerwerk»-Familie zusammenfindet. Das ist klasse!

Was begeistert Sie bei einer Premiere am meisten?

Die Nummern das erste Mal live mit unserer eigens komponierten Musik zu erleben, ist häufig ein sehr emotionaler Moment, der Gänsehaut erzeugt. Im vergangenen Jahr war dies beispielsweise beim Duo Rings der Fall – die Nummer wirkte einfach noch einmal eine Klasse berührender, als in der Version, die von den Künstlern zuvor performt wurde!

 

Weitere Infos und Tickets:

www.feuerwerkderturnkunst.de 

 

 

Autor: Heike Werner

Offizielle Kooperationspartner des NTB

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